Tagebuch April

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Sonntag, 1. April 2006
Fon arbeitet ab Mittag. Da ich ohnehin schon auf der Autobahn bin, besuche ich Klausi und gebe ihm seine Kamera zurück. Anschließend geht es zu Aurelias begeisterung zu Mc Donalds. Allerdings hält sich der Fastfood in Grenzen. Der Spielplatz ist interessanter als Cheesburger und Pommes Frites. Temin hilft beim Aufbauen eines Schrankes. Und am Abend geht es zur Partyreportage ins Nightflight.

 

Montag, 2. April 2006
Die übliche Night-Flight Seite.

 

Dienstag, 3. April 2006
Schulung in München. Das neue Layout hat jetzt wieder ein bisschen Ähnlichkeit mit der Zeitung vor 10 Jahren. Am Nachmittag fahren wir zum Baden ins Ergomar.

 

Mittwoch, 4. April 2006
Onkel Peter holt Aurelia ab. Vorher habe ich noch ein Interview. Wir nutzen die Gelegenheit eine Lampe zu montieren und noch einen Schrank zu kaufen. Abends: Bürgerversammlung in Wang

 

Donnerstag, 5. April 2006
Gerichtstermine.

 

Freitag, 6. April 2006
Fon arbeitet und ich schreibe die letzten Gerichtstermine. Ausserdem entsteht noch eine Stellungnahme zur Schließung des Madhouses.

Sehr geehrte Damen und Herren

Mit der Schließung des Mad-House ist Moosburg dem Titel „Jugendfeindlichste Stadt Deutschlands“ wieder einmal ein Stück näher gekommen. Freilich kann sich die Kommunalpolitik dahinter verschanzen, dass es das „böse“ Landratsamt ist, dass die Disco schließt. Ganz so einfach sollte man es sich aber nichts machen. Schließlich gibt es ja auch andere Städte in denen Musikbars, Kneipen und Tanzlokale in der Innenstadt zu finden sind. Ganz entscheidend ist dabei eben, dass auch der entsprechende politische Wille dahinter steht.
In Moosburg scheint man aber ja ganz glücklich darüber zu sein. In der betreffenden Stadtratssitzung wollten sich die wenigsten hinter die alteingesessene Disco stellen und war froh darüber, dass ja eigentlich das Landratsamt zuständig ist. Ohnehin herrscht schon seit längerem dort die Politik vor, alle für Jugendliche interessante Einrichtungen ins Gewerbegebiet zu verlagern. Nachdem dass Eisstadion ja schon nach Degernpoint ausgelagert wird, würde mancher Stadtrat ja ohnehin auch gerne das Jugendhaus dorthin verlagern. Wenn man es noch fertigbringt dass einige Kneipen und Cafes zumachen müssen oder zumindest ihre Öffnungszeiten einschränkt könnte es der derzeitigen Mehrheit im Stadtrat tatsächlich gelingen, dass ab 1 Uhr Nachts Moosburg die Ruhe eines Zentralfriedhofes ausstrahlt.
Setzt sich die Auffassung des Landratsamtes durch, dass einige sich danebenbenehmende Gäste schon ausreichen und selbst mit einem Security Team nicht Abhilfe geschaffen werden kann, sieht es für jede Gaststätte schlecht aus, die nur irgendetwas mit Musik zu tun hat oder bei Jugendlichen irgendwie beliebt ist. Dann benötigt man nur noch ein paar Anwohner, die auch bereit sind eine Klage zu führen

 

Samstag, 7. April 2006
Fon arbeitet. Am Abend will ich sie mitnehmen ins Theater in Mintraching. Allerdings ist sie da schon längst eingeschlafen.

 

Sonntag, 8. April 2006
Formel 1: Endlich wieder ein Doppelsieg für Mercedes. Am Abend geht es in das Thater nach Hörgertshausen. Das Stück hat vier Akte. Ich schaffe aber nur drei. Dann geht es weiter zu einem Konzert nach St. Wolfgang und dann noch in die Disco nach Erding. Angekündigt ist eine Dirty-Bunny-Party. Die Häschen sind aber weder dirty noch niedlich.

 

Montag, 9. April 2006
Wir telefonieren mit Aurelia. Der "Osterhase" hat ihr ein Fahrrad gebracht. Ansonsten müssen noch die Bilder vom Sonntag bearbeitet werden.

 

Dienstag, 10. April 2006
Produktion der Nightlife-Seite. Parallel dazu laufen ein paar Gerichtsverhandlungen. Unter anderem haben zwei Jugendliche einen Pickup geklaut, um nach Hause zu kommen.

 

Mittwoch, 11. April 2006
Die Oettinger Rede hält das land in Atem. Was oettinger erzählt hat ist natürlich Schmarrn. Der Vorwurf, er wollte am rechten Rand fischen, ist aber ein ebnsolcher Schmarrn. Von den Rechten ist Filbinger verehrt worden, weil er seine Entscheidungen rechtfertigte, wie beispielsweise die Todesurteile gegen Dessateure. Filbinger: "Was damals recht war, kann heute nicht unrecht sein." Über die Umdichtung Filbingers zum Widerstandskämpfer, werden sich die Leute von Rechtsaussen wohl eher den Bauch vor Lachen nicht halten können. Filbinger hat da sicher keine Stimmen gewonnen. Muss er zurücktreten? - Wenn jeder Politiker, der mal einen Schmarrn erzählt hat, zurücktreten müsste wären die Parlamente leer. Wichtig wäre es aber allemahl, dass die Parteien ihre nachkriegsgeschichte aufarbeiten. Da sind zahlreiche Leute dabei gewesen, die im 3. Reich Mitläufer waren oder das System aktiv unterstützt haben. Dennoch haben sich viele eben auch große Verdienste um den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft erworben. Das so nebeneinander stehen zu lassen, wäre wesentlich gesünder als Widerstandskämpfer zu konstruieren.

 

Donnerstag, 12. April 2006
Aurelia kommt zurück. Am Abend ist Ortsversammlung de FDP Neufahrn.

 

Freitag, 13. April 2006
Versammlung der Dorfgemeinschaft in Aiterbach. Und wie es sich für ein bayrischer Dorf gehört, wird kräftig um den Bierpreis gestritten. Danach gehts zur party nach Gundihausen.

 

Samstag, 14. April 2006
Ich hole Fon zusammen mit AUrelia vom Arbeiten ab. Danach fahren wir gleich ins Schwimmbad nach Neufahrn. Abends dann "Night of Flames" in Nandlstadt und die Partygänger Party in Markt Schwaben

 

Sonntag, 15. April 2006
Fon muss um 5 Uhr in der Arbeit sein und ich darf sie hin fahren. Glücklicherweise kommt sie aber mit einer Freundin nach Hause. Zeit: Formel 1 zu schauen. Nur leider gewinnt ein Ferrari in Bahrain.

 

Montag, 16. April 2006
Unser Antrag zum Eisstadion in der Bonau wird in wenigen Minuten im Stadtrat abgelehnt, obwohl über 600 Moosburger unterschrieben haben.

 

Dienstag, 17. April 2006
Gerichtsverhandlungen mit Ortsterminen in Moosburg und Neufahrn. Im wesentlichen geht es um Baugeschichten. Ganz wichtig ein Reihenhaus darf nicht aus der Reihe tanzen. Abends: Gemeinderat in Kranzberg.

 

Mittwoch, 18. April 2006
Schäuble will die Unschuldsvermutung kippen. Noch schlimmer ist aber wohl der eigentliche maßnahmenkatalog, der einigen Politikern da vorschwebt. Natürlich muss man aber auch über den Datenschutz nachdenken. In der Tat ist es nicht nachvollziehbar, wenn ein Frauenmörder noch frei rumläuft, weil man die Daten von Mautstellen nicht verwenden darf. Da sind wirklich Ausnahmen sinnvoll.

Die meisten Menschen leben aber in zwei großen Irrtümern.

1. Sie haben nichts zu verbergen.
2. Ihre Daten sind bei der Polizei sicher. Zu 1. Mit Onlinedurchsung, Verwertung von Maut- und Handydaten dürfte es schon mal eine Reihe von Geschwindigkeitssündern treffen. Ausserdem sollte man dann besser darauf verzichten, seinen Partner zu betrügen. Mithilfe der Maut und oder de Handydaten läßt sich natürlich der Weg von jemandem sehr gut verfolgen. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass um die 20 Prozent aller Freiberufler und kleinen Selbständigen unabsichtlich Fehler bei ihren Steuererklärungen machen. Die erwischt es auch.
Natürlich wird auch mancher völlig unbescholtener Bürger auf einmal in einer Terror- oder Extremistendatei stehen. Das ich aus meiner Jugendzeit her, da noch zu finden bin, mag ja noch in ordnung sein. Dass allerdings auch zahlreiche meiner Kommilitonen und vor allem Komilitoninnen dann als "Personen mit Kontakt zu Extremisten" geführt würden, wäre wohl nicht mehr ganz fair. Auf einmal gerät dann die Karriereleiter ins Stocken, und der Betroffene weiß nicht mal warum. Jetzt sollte mal jeder der studiert hat, mal überlegen, ob er nicht doch jemanden gekannt hat, der irgendeiner rechts- oder linksextremistischen Gruppierung zuzuordnen war. In Bayern zählt ja da die PDS dazu. besonders interessant für Freisinger: Im Flughafenabwehrkampf wurden ja auch Autokennzeichen notiert die einen Gottesdienst in Franzensheim besuchten. Wer sich also zu stark gegen die 3. Startbahn engagiert: Herzlich willkommen in der Polizeidatei.
Zu 2. Selbst hochgeheime Paiere des MAD fallen hin und wieder in die Hand von Journalisten. Was bei der Polizei gespeichert ist, ist für interessierte Personen quasi offen zugänglich wie in einer Leihbücherei. Beispielsweise viele Privatdektive waren früher im Polizeidienst und die haben natürlich weiterhin ihre Kumpels dort. Das ist zwar höchst illegal, aber es ist eben so.
Im übrigen ist es ein Irtum, dass diese Überwachung für Sicherheit sorgt. Meine Frau ist im Cateringbereich am Flughafen beschäftigt. Die komt nicht auf das Rollfeld oder ähnliches, sondern ist beispielsweise dafür zuständig, dass in jedem Salat auch eine olive ist. Das ist ein sicherheitsrelevanter Bereich. Sie wird jedesmals "durchleuchtet" wenn sie zur Arbeitsstelle geht. Aufgrund meines politischen Vorlebens dürfte ich da nicht arbeiten. Allerdings war ich als Journalist bereits mehrmals auf dem Vorfeld gestanden und habe Fluglotsen über die Schulter geschaut.

 

Donnerstag, 19. April 2006
Gerichtstermine: Zwei Saufkumpane trinken. Nachher hat einer eine Beule. Haben sich die beiden geschlagen oder# war es ein Unfall im Suff. letztlich lässt sich das nicht mehr aufklären.

 

Freitag, 20. April 2006
Kriegerjahrtag in Aiterbach, dann Schützentreffen in Nörtingen. Schließlich geht es zur Disco Crazytown nach Taufkirchen. Jürgen Drefs singt von einem Bett im Kornfeld. Ich denke an einen Mähdrescher. Aber eins muss man dem König von Mallorca lassen. Er schafft es tatsächlich in Windeseile eine Superstimmung zu produzieren.

 

Samstag, 21. April 2006
Wir fahren zur Apfelblütenshow nach Jarzt. Auf dem Weg dorhin besuchen wir die Feuerwehr. Aurelia ist von dem roten Fahrzeug begeistert und ersetzt mal kurz die Sirene. Am Nachmittag tritt der Judoverein in der Bezirksliga an. Abends ist noch Kriegertreffen in Langenbach und ein Hoagart in Rudelzhausen. Dem schließen sich ein Konzertbesuch in Mauggen sowie Disco im Sunrise Erding und im Madhouse Moosburg an.

 

Sonntag, 22. April 2006
Zunächst gilt es ein paar Termine aufzuarbeiten. Aber um 3 Uhr schaffen wir es dann doch noch zum Baden nach Ergolding zu fahren. Um 20 Uhr macht das Hallenbad dicht. Aurelia würde trotzdem gerne noch bleiben.

 

Montag, 23. April 2006
Nach der Nightlife (jetzt Partygänger) - Seite geht es noch mal schnell zur Einweihung eines neuen Saals der Hochschulgemeinde und dann zur Jahreshauptversammlung der Gartenbaufreunde Fahrenzhausen. Es gibt was zu lernen: Blattläuse sind Warmduscher. Man erledigt sich am einfachsten der Plagegeister ohne Chemie indem man sie mit einem kalten Wasserstrahl am Abend vom Blatt (Blattunterseite) spritzt. Das mögen sie nämlich nicht (Würde ich auch nicht mögen)

 

Dienstag, 24. April 2006
Vorlesewettbewerb in Neufahrn. Abends Eigentümerversammlung. Wahrscheinlich scheitert der Ausbau des Speichers an einer von neun Parteien. Ein eigenes Haus hat alt eben doch Vorteile.

 

Mittwoch, 25. April 2006
Vortrag bei der Post. Anschließend geht es noch mal zur Redaktion

 

Donnerstag, 26. April 2006
Diverse Gerichtsberichte.

 

Freitag, 27. April 2006
Gunter kommt. Er macht Urlaub in der Türkei und will sein Auto bei mir stehen lassen. Allerdings hat das Fahrzeug in Ulm einen Motorschaden. Also komt es via ADAC. Trotzdem schaffen wir es noch rechtzeitig zum Flughafen. Am Abend: Treffen bei einer Freundin von Fon mit Abendessen. Anschließend Party in Mauggen und Gammelsdorf.

 

Samstag, 28. April 2006
Eröffnung einer Solarausstellung in der Stadtbücherei. Interessantes gespräch mit einem Vertreter einer Firma, die Solaranlagen installiert. Wenn jemand fragt, wann und wie es sich rentiert, berät der Betreffende nicht mehr weiter. Besonders schade, da sich bestimmte Anlagen ja durchaus rentieren. Aber der Fundamental-Öko braucht eben seinen Leidensdruck. Ohne dem fehlt ihn was. Wenn jemand Energiesparen und die Umweltschonen kann, ohne groß auf was verzichten zu müssen, dann macht es einfach keinen Spaß. Zeit, dass das Thema Ökologie diesen Politmasochisten entzogen wird. Abends geht es noch zum Männerchor nach Langenbach und zur Party nach Markt Schwaben.

 

Sonntag, 29. April 2006
Jahreshauptversammlung des Kriegervereins in Allershausen, die gemäß meinem Zeitplan um 10.30 Uhr beginnt. Im RL (Realem Leben) beginnt da gerade mal die Kirche. Damit wird es aber knapp noch zur Fahnenweihe nach Kranzberg zu kommen, die gemäß meinem Terminplan heute stattfindet. Im RL ist es aber eine Woche später. Aurelia profitiert davon. Wir fahren zu Mc. Donalds. Die Pommes gehen aber größtenteils an mich, Aurelia ist quasi nicht von der Rutsche zu bekommen.

 

Montag, 30. April 2006
Produktion Partygänger Seite

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