Tagebuch Juni

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Freitag, 1. Juni 2006
Unser neues Programm für die Kommunalwahl entsteht. Vision Moosburg 2020

 

Samstag, 2. Juni 2006
Ausflug zur Flugwerft Oberschleißheim und Zum Neuen Schloss Oberschleißheim. Danach noch zum Einkaufen nach Feldmoching. Gambas im Sonderangebot und ein Riesentintenfisch. Woraus besteht eigentlich echte Tinte?

 

Sonntag, 3. Juni 2006
Ausflug ins Schwimmbad nach Ergolding.

 

Montag, 4. Juni 2006
Nightlife Seite. Der Bericht zur Antistartbahndemo ist erschienen:
Derzeit kursiert ein Gerücht bei den Startbahngegnern. Auf der Großdemonstration, (laut Polizei 12000 Teilnehmer), seien von einzelnen Teilnehmern Geruchsproben genommen worden. Tatsache ist, dass einige Personen aus politisch extremistischen Kreisen von der Polizei abgedrängt und intensiv kontrolliert wurden. Das sei aber durchaus mit der Polizei so abgesprochen worden, erklärte Wilfried Becker Sprecher des Bündnis AufgeMUCkt. Man wolle verhindern, dass antidemokratische Kräfte, die Demonstrationen gegen die 3. Startbahn mißbrauchen. Bei der Demo in Freising stand man ja schon mal vor einem ähnlichen Problem.
Geruchsproben, so versichert Michael Ziegler, Pressesprecher des bayrischen Ministerium des Inneren seien aber nicht genommen werden.
Gleichzeitig wird im Ministerium Günther Beckstein jedoch erklärt, dass die Polizei, sofern es durchaus nötig oder sinnvoll sei, auch auf diese Methode der Ermittlung zurückgreifen würde: „Geruchsproben sind eine zulässige Fahndungsmethode.“ Allerdings würden sie nur genommen, wenn es, um die Aufklärung eines konkreten Verbrechens ginge, beispielsweise um einen Mord oder Brandanschlag. Das sei dann letztlich nichts anderes als das Nehmen von Fingerabdrücken, erklärt Michael Ziegler. Die Polizei sei geradezu dann verpflichtet alle legalen Möglichkeiten der Ermittlung auszunutzen. Schließlich wolle auch niemand, dass ein Mörder frei herumlaufe. Geruchsproben würden aber auf keinen Fall präventiv genommen: „Wir wollen keine Demonstranten abschnuppern.“
Dabei fühlte sich der Pressesprecher auch gleich bemüßigt, seinen Kollegen in Heiligendamm zur Hilfe zu eilen. Auch dort seien im Vorfeld des G8-Gipfels die Geruchsproben nur genommen worden, um konkrete Verbrechen aufzudecken. Pressesprecher Michael Ziegler: „Einige – die Ecke Ströbele (Anm. der Redaktion: Gemeint ist Hans-Christian Ströbele Bundestagsabgeordneter der Grünen) - nutzt das nur zur Verunsicherung und, um uns als Schnüffelstaat darzustellen.“

Bezüglich der Startbahn bin ich zwar anderer meinung, als die Demonstranten. Aber die Schnüffelmethoden des Staates sind untragbar.

 

Dienstag, 5. Juni 2006
Zeitreiseparty in Dorfen.

 

Mittwoch, 6. Juni 2006
Ausflug zum Edbeerpflücken. Am Abend Karaokeparty im Weinwirt in Erding

 

Donnerstag, 7. Juni 2006
kleine Thai-Feier mit Sukijaki Essen.

 

Freitag, 8. Juni 2006
Ausflug nach München mit Besuch des Hauses der kunst. Allerdings zählt mein Besuch nicht zu den absoluten Schlingensief Fans. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich Schlingensief wirklich verstehe, aber ich mag ihn. Aurelia bleibt gleich in München, um bei Onkel Peter und Tante Gerda zu übernachten.

 

Samstag, 9. Juni 2006
Ausflug zur Allianz Arena. Wir entscheiden uns allerdings gegen die Führung. Zuwenig Thailändische Erklärungen und zu viel Treppen. Dafür sind allein schon die Fanshops beeindruckend genug.

 

Sonntag, 10. Juni 2006
Arbeiten an einem Flyer für die Kommunalwahl. und natürlich Formel 1. Erster Sieg für der "Schoko"-Pfeil.

 

Montag, 11. Juni 2006
Nightlife-Seite. gemeinderat Wang und dann noch Bibelkreis in Mauern.

 

Dienstag, 12. Juni 2006
Gerichtsverhandlung: Vater verprügelt seine Tochter mit dem Gürtel. Von Schuldeinsicht keine Spur. "Wo ich her komme, schlägt man nicht die Hand die einen Füttert." Der Richter erinnert den Angeklagten, dass er aber nicht mehr da ist wo er herkommt, sondern in Deutschland. Der regt sich weiter über den "Verrat" seiner Familie auf: "Die werden schon sehen was sie davon haben, wenn ich meinen Job verliere." Am Abend Treffen mit der Bayernpartei in Attenkirchen.

 

Mittwoch, 13. Juni 2006
Unterlagen für die Kommunalwahl abgeholt und Bankgeschäfte erledigt. Dazu ein paar Besorgungen etc. etc.

 

Donnerstag, 14. Juni 2006
Mal wieder eine witzige Gerichtsverhandlung: Susi K. (Name geändert) hat eine flasche Sekt getrunken. Die Frage ist jedoch: Vor oder nachdem sie einen Unfall gebaut hat. Und auch der Unfall hate es in sich: Zuerst das Auto des Exfreundes gerammt und dann gegen einen Baum gefahren.
Einladung zu einem Stockschützenturnier in Neufahrn. Klar da bin ich dabei.

 

Freitag, 15. Juni 2006
Natürlich wieder als Partygänger unterwegs. Über die Beachparty in Mauern wird es aber nicht nur Bilder sondern auch eine Reportage geben.

 

Samstag, 16. Juni 2006
Sautrogrennen im Aquapark. Danach Neustadtfest, dann witer zum Konzert zum Hauslerhof und weiter in die Disco.

 

Sonntag, 17. Juni 2006
Vormittags wird schon an der Nightfligh-Seite gebastelt. Technische Probleme kosten mich eine Stunde. Mittags ist das Moto-Cross Rennen am Flughafen. Dann geht es zum Familienfest nach Neufahrn an den Galgenbachweiher und zu den Stockschützen nach Nörtingen. In Moosburg gibt es dann auch noch ein Mozart-Konzert.

 

Montag, 18. Juni 2006
Vormittags vortrag in der berufsschule in Straubing. Dann noch zurück in die Redaktion Freising. Die Passauer neue Presse will zudem ein Interview zum nächsten Vortrag in Rosenheim. Am Abend tagt der Stadtrat in Moosburg. Das Feyerabendhaus soll abgerissen werden. Wenn man sich das fürchterliche Gebäude der Sparkasse nebenan anschaut, dann wird das mit Sicherheit auch nicht gerade zur Verschönerung von Moosburg beitragen. Dabei würde es für eine Sanierung sogar Geld vom land geben.

 

Dienstag, 19. Juni 2006
Wieder ein Gerichtstag. Diesmal trieb ein Polyganist sein Unwesen. Allerdings soll er nicht nur auf sexuellem Gebiet seine beiden Geliebten betrogen haben, sondern eine der beiden auch um mehrere tausend Euro erleichtert haben. Oder ist alles nur die Rache einer verschmähten Liebe?
Am Abend Gemeinderat Kranzberg. Die Feuerwehr und der Sportverein haben sich och noch geeinigt. Und die Garage für die Feuerwehr kann doch noch gebaut werden. Trotzdem ist die Stimmung mies.

 

Mittwoch, 20. Juni 2006
Am Abend Vortrag in Rosenheim. Typisch für FDP Veranstaltungen, es wird nach dem Vortrag noch zwei Stunden diskutiert. Dann geht es mit Fon und ihrem Vater weiter nach Jochberg.

 

Donnerstag, 21. Juni 2006
Fahrt über die Großglocknerpassstraße. Auf der Franz-Josefs-Höhe erwischt uns ein kleineres Unwetter. Aber alle sind beeindruckt. Die Fahrt durch die Wolken auf dem Rückweg (Sicht fünf Meter) hätte aber nicht sein müssen.

 

Freitag, 22. Juni 2006
Rückfahrt. Ein kleiner ABstecher nach Kitzbühl und dann über Tegernsee nach Hause. Am Abend Hoagart in Freising, Havanna Night in Haag und Baci Abraci Eröffnungsfeier in Ebersberg.

 

Samstag, 23. Juni 2006
Stockschießen in Hohenkammer. Fahradversteigerung in Neufahrn und Bezirksparteitag der SPD in Eching. Am Nachmittag ist dann das 10-jährige Fest des kindergartens. Aurelia hat einen kleinen Auftritt.

 

Sonntag, 24. Juni 2006
Stockschießen Gemeindepokal in Neufahrn. Diesmal schreibe ich aber nicht, sondern ziele selber auf die Daube. Der Erfolg: die FDP Neufahrn belegt Rang 10. 20 Mannschaften haben teilgenommen. Okay, vergaß ich zu erwähnen, dass in zwei Gruppen angetreten wurde. Fon und ihr Vater waren von dieser Art des bayrischen Lifestiles begeistert.

 

Montag, 25. Juni 2006
Montag: Wieder Nightlife.

 

Dienstag, 26. Juni 2006
Fahrenzhausen: Versammlung zur Verkehrsproblematik. Eine viel befahrene Bundesstraße geht durch den Ort. Das eine Ortsumgehung notwendig ist, ist klar. Zuständig sein will aber niemand. Die Bundesstraße verläuft parallel zur Autobahn und soll daher zur Staatsstraße abgestuft werden. Daher ist der Bund nicht zuständig. Noch ist es aber keine Staatsstraße, daher fühlt sich auch das Land Bayern nicht verantwortlich. Der Landkreis und die Gemeinde haben kein Geld und wollen auch weder Aufgaben von Bund noch vom Land übernehmen. Zumal man ja ohnehin schon mit den Westtangenten in Moosburg und Freising belastet ist, die ebenfalls eigentlich Landesaufgabe wären. Einzige Lösung: Der eigentlich so verfemte Flughafen soll es richten. Natürlich soll der Umlandfond auch ohne Startbahn kommen. Allerdings warum sollte der Flughafen ohne jegliche Gegenleistung Geld in einen Fond einzahlen?

 

Mittwoch, 27. Juni 2006
Treffen der Mädchengruppe in Sepps Treff in Wolfersdorf.

 

Donnerstag, 28. Juni 2006
Max Stadler kommt nach Freising.

„Wenn ich im Internet mal auf den Seiten von Al Jazeera (arabischer Nachrichtensender) vorbeischaue, komme ich dann schon in eine Datei für Staatsgefährder?“ - Bundestagsabgeordneter Dr. Max Stadler wurde bei der Jahreshauptversammlung der FDP mit einer Vielzahl von Fragen bombardiert. Die Antworten, die er gab, waren in den seltensten Fällen beruhigend. Mit seinem Vortrag: „Sicherheit und Staat“ rührte er an einem ganz heißen Eisen.
„Wie sind auf dem Weg vom präventiven Staat zum Überwachungsstaat“ stellte der Abgeordnete fest. Früher so erinnerte er sich, sei erklärt worden, dass die Telefonüberwachung als absolute Ausnahme dargestellt wurde, mittlerweile gehört sie zum Standartrepertoire. Bei der Vorratsspeicherung von den Verbindungsdaten (Telefon und Internet) sei ebenfalls eine derartige Ausweitung möglich. Was zunächst als Abwehrmaßnahme gegen den Terrorismus angepriesen werde, könnte genauso dazu dienen illegale Musikdownloads aufzuspüren, sogar die politischen Vorlieben könnten katalogisiert werden.
Bedroht, so Dr. Max Stadler sei auch das Berufsgeheimnis. Schließlich würde ja möglicherweise auch die Korrespondenz mit Rechtsanwälten und Steuerberatern überwacht, auch die Freiheit der Presse gerate in Gefahr. Wenn nachvollzogen werden könne, wann und wo ein Journalist mit wem gesprochen hat, dann könnten auch Rückschlüsse gezogen werden, von wem welche Informationen stammen.
Eine weitere Frage, die gestellt wurde, war: „Wie sicher sind denn eigentlich die Daten, die der Staat sammelt?“ Immerhin, so wurde angeführt gelangt hin und wieder hochbrisantes Material aus den Geheimdiensten an die Öffentlichkeit, wie will denn der Staat da garantieren, dass nicht beispielsweise der Arbeitgeber oder Kriminelle erfahren, wie man sich im Internet bewegt.
Besonders kritisiert wurde von Dr. Max Stadler das „Spiel über Bande“ zwischen der Bundesregierung und der Europäischen Union. So hatte der Bundestag eigentlich eine Vorratsdatenspeicherung abgelehnt. Jetzt kommt sie aber dennoch über den Umweg einer EU-Richtlinie. Diese wäre ohne Zustimmung der Bundesregierung aber gar nicht in Kraft getreten. Jetzt müsse die eigentlich abgelehnte Vorratsdatenspeicherung in nationales Recht umgesetzt werden. Der Gesetzesentwurf geht dabei aber auch noch deutlich über das hinaus, was eigentlich von Brüssel gefordert wird.

 

Freitag, 29. Juni 2006

Vorstellung des Volksfestkruges in Moosburg
Abiturientenverabschiedung am Oskar Maria Graf Gymnasium in Neufahrn
Boogie-Woogie Veranstaltung vor der Sportgaststätte Attaching
Dragon-Party in Nörting

 

Samstag, 30. Juni 2006
Historisches Fußballspiel in Thonhausen:
Vor 30 Jahren trennten sich Lokomotive Thonhausen und FF Berghaselbach 2:3. Das rief natürlich nach einer Revanche. 30 Jahre blieb der Ruf unerhört. Doch dann war es so weit: Endlich erhielten die Thonhausener Gelegenheit die Scharte wieder auszuwetzen. Doch letztlich hatten auch diesmal die Spieler aus Berghaselbach das bessere Ende für sich.
Begonnen hat alles bei einer Christbaumversteigerung der Feuerwehr. Dort, wo es Got zur Ehr und dem Nächsten zur Wehr geht sind Thonhausener und Berghaselbacher friedlich vereint. Und ebenda wurde auch das damaligen Mannschaftsbild entdeckt und schnell entstand die Idee zum Rückspiel. Klar sollten auch die damaligen Spieler antreten. Das war freilich nicht hundertprozentig Möglich. Man hätte dann nur auf einem Kleinfeld antreten können. Also mussten bisweilen die Söhne und Schwiegersöhne den Gang auf den Rasen antreten.
Der hatte es im übrigen in sich. An dem Spielfeld konnte man gut nachempfinen, dass die Erde ist bekanntlich keine Scheibe sondern eine Kugel ist. Bisweilen hatte man den Eindruck, dass auf dem nicht vom DFB abgenommen Fußballplatz, die Spieler gleich hinter dem Horizont verschwinden würde. Allerdings gilt für die beiden Dörfer aus dem Ampertal: „Auf geraden Flächen kann jeder spielen, der wahre Meister zeigt sich im Bewältigen des Buckels. Nicht ungelegen kam den im Alter doch fortgeschrittenen Spielern, dass die Neigung des Balles fast bis ins Dorf hinunter zu kullern für ebenso lange Pausen sorgte, wie so mancher Schuss ins Brennesselfeld.
Trotzdem: Obwohl auf den wohlgefüllten Zuschauerrängen schon Wetten darüber abgeschlossen wurden, ob die Spielzeit von zwei Mal 3 Minuten tatsächlich durchgehalten wird, zeigten gerade die alten Herren eine erstaunliche Fitness. Das Konzept ging voll auf. Die taktischen Zielsetzungen konnten hingegen nur bedingt umgesetzt werden.
Das erste der beiden anvisierten Blitztore des FF Berghaselbach fiel erst in der zweiten Halbzeit. Hingegen konnte Lokomotive Thonhausen die erste taktikanweisung: „Ball treffen“ zielsicher umsetzen, scheiterte jedoch komplett an Punkt zwei: „Tor schießen.“ Zwar konnten immer wieder Schüsse abgegeben werden, die unhaltbar am Tor vorbeigingen, allein im Kasten wollte es nicht rappeln. Die Erkenntnis 10 Minuten vor Schluss: „Ein Tor könnte uns jetzt nicht schaden“ wirkte dann sogar kontraproduktiv. Selbiges fiel nämlich für die Gegner.
Dass natürlich trotzdem groß gefeiert wurde, versteht sich von selbst. Immerhin waren 50 Liter Bier aufgeboten, die jetzt freilich von den Thonhausener bezahlt werden müssen. Am nächsten Tag ist übrigens Dorffest. Es besteht also durchaus die Möglichkeit zum Durchfeiern.
Eine Frage ist aber weiterhin offen: Gibt es in 30 Jahren ein Wiedersehen. Die Antwort wird auch bis 2036 unbeantwortet bleiben. Dann fällt die Entscheidung.

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