Tagebuch November

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Donnerstag, 1. November 2007
Der heutige Feiertag war eher ein ruhiger. Endlich mal Zeit ein paar Zeitschriften zu lesen. Dabei nin ich auf ein Rankijng der Universitäten gestoßen. Das Havard auf Platz eins liegt und Stanford auf zwei hat mich nicht überrascht. Die erste europäische Universität: Cambridge kommt erst auf Rang vier, Oxford auf zehn. Von den ersten 30 Universitäten liegen 23 in den USA. Die erste Deutsche Universität belegt Rang 53. Es ist München (LMU oder TU?) Das Ergebnis ist niederschmetternd und belegt einmal mehr, dass in der Bildungspolitik etwas getan werden muss. Am Abend ist in Neufahrn FDP Kreisvorstandssitzung
Freitag, 2. November 2007
Chavez und die Freiheit des Sozialismus
Es ist nicht immer schön Recht zu bekommen. Gerade muss ich lesen dass der Held der Globalisierungskritiker Hugo Chavez (Präsident von Venezuela) politische Gegner verprügeln lässt. Aber muss uns das wirklich wundern. Jede Form von Sozialismus endete schließlich in Gewalt und Unterdrückung. Und beim Sozialisten Chavez ist das nicht anders und wird das nicht anders sein. Freiheit und Sozialismus sind eben unüberbrückbare Gegensätze. Die Niederschlagung der Freiheit hat in Venezuela übrigens schon weit vorher angefangen. So wurde ja bereits eine regimekritische Radiostation geschlossen.
Und noch eine weitere Parallele zu anderen Sozialistischen Terrorregimen. Als was werden die unschuldigen Studenten wohl bezeichnet: Richtig als Faschisten. Erstaunlich, dass der Truick immer noch funktioniert. Man bezeichnet seinen Feind einfach als Faschisten und schon darf man alles mit ihm machen.
So und nachdem es nicht einfach heißt, irgendein Neoliberaler streut hier böse Gerüchte, erlaube ich mir amnesty international zu zitieren: „Die Mehrzahl der von Sicherheitskräften verübten Menschenrechtsverletzungen wurde im Berichtszeitraum nach wie vor strafrechtlich nicht geahndet. Menschenrechtsverteidiger und Journalisten waren Drohungen, Einschüchterungsversuchen und Angriffen ausgesetzt. ....
Menschenrechtsverteidiger waren weiterhin Schikanen und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt. Im Mai äußerte sich die Interamerikanische Menschenrechtskommission erneut besorgt über die gegen Menschenrechtsverteidiger gerichteten Drohungen und offene Anfeindungen seitens der Behörden. Regierungsbeamte stellten Menschenrechtsverteidiger öffentlich als »Putschisten« dar und bezichtigten sie, Instabilität zu schüren.“

Moosburger Eisstadion
Zurück nach Moosburg. Auf dem politischen Programm stand heute ein Besuch der möglichen Standorte für das neue Eisstadion. Dabei zeigte sich gleich, dass ein neues Eisstadion unbedingt nötig ist. Das Eislaufen erfreut sich weiterhin größter Beliebtheit, der Publikumslauf wurde wieder eifrig genützt. Nachteil ist halt eben, dass ein Neubau am alten Standort auf Grund des Untergrundes doch um einiges teurer ist.
In Degernpoint ist hingegen der Grund geeignet, vorhanden, doch der Weg recht weit. Ich weiß nicht, ob wir wirklich in einer Zukunft leben wollen, wo die Städte nur Schlaforte sind, und alles andere: Einkaufen, Freizeit und Arbeit sich woanders abspielt.
Mein Lieblingsstandort ist weiterhin die Bonau. Da ist ja schon ein kleines Sportzentrum, und mit entsprechenden Maßnahmen hält sich der Lärm für die Anwohner in Grenzen. Klar, war es im Eisstadion (bisheriger Standort) nicht gerade leise. Gedanklich habe ich mir dann aber mal den Lärmpegel des Freibades ins Gedächtnis gerufen, und kann nur sagen: Kein Vergleich.

Am Abend:
Theather bei den Hubertusschützen in Marzling und Go2India Party in Tegernbach
Samstag, 3. November 2007

„Freiheit statt Angst“ lautet das Thema einer Demonstration am Dienstag, 6. November in München. Konkret geht es um die Vorratsdatenspeicherung. In der Tat wird der Datenschutz ja immer mehr und mehr aufgeweicht. „Ich habe ja nichts zu verbergen“, denken viele. Und wenn es dem Staat hilft, Terroristen oder gefährliche Verbrecher zu finden, dann kann es doch nicht schaden.
Irrtum. Wer weiß, so mancher hat mehr zu verbergen als er denkt. Wissen Sie noch was der Kommilitone aus der Wohngemeinschaft gemacht hat. Damals hat er marxistische Flugblätter verteilt, sie hielten ihn für einen Spinner, aber sind trotzdem mit ihm in die Kneipe gegangen und waren sogar in der selben Lerngruppe. Jetzt stehen sie halt als potentieller Unterstützer und Kontaktmann militanter linksextremistischer Kreise in der Datenbank des Verfassungsschutz. Darum hat ihr Unternehmen auch nicht den Staatsauftrag bekommen, und ein paar Millionen sind futsch. Solche Fälle gibt es tatsächlich. Da konnte mal ein Geschäftsmann nicht in die USA einreisen. Die Polizei hat gegen ihn wegen Vergewaltigung ermittelt. Später stellte sich heraus, dass die Vorwürfe falsch sind, aber noch heute hat der Mann Probleme bei der Einreise.
Sind die Daten beim Staat nicht sicher? - Lesen sie mal Zeitung, und schauen sie wieviel da aus eigentlich geheimen Kreisen zitiert wird.
Ab 16 Uhr gibt es Infostände am Marienplatz, um 18 Uhr startet die Kundgebung.
Am Nachmittag bin ich dann noch bei einem Musical in der Luitpoldhalle und am Abend bei der Fritz-Röde-Band im E3
Sonntag, 4. November 2007
Hallenflohmarkt in Moosburg
Montag, 5. November 2007
Nightlife Seite
Bürgergeld statt Mindestlohn
Heute hat die CDU erklärt, dass sie zum Mindestlohn steht. Der soll 9,80 Euro betragen. (im Westen) Und gemeint ist natürlich nur der Mindestlohn für Briefzusteller. Aber warum soll es einen Mindestlohn geben? Die Antwort ist meist, dass jedem ermöglicht werden soll, mit seiner Arbeit genug Geld verdienen zu können, um davon zu leben. Das ist sehr nobel gedacht. Doch dann müsste der Mindestlohn ja für alle Branche gelten. Oder braucht ein Zimmermädchen weniger Geld um zu leben als ein Briefzusteller? Irgendwie scheint es sich de eher um ein Post-Konkurrenz-Bekämpfungsgesetz zu handeln.
Also, wenn Mindestlohn, dann bitte für alle. Aber auch da, geht das Konzept „genug Geld verdienen, um davon leben zu können“ nicht auf. Der eine ist Singl und lebt von der gleichen Summe in Sauss und Brauss, während der einzige Ernährer einer fünfköpfigen Familie vom gleichen Geldbetrag darben muss wie ein Straßenköter unter der Brücke. Aber das Konzept Mindestlohn hat einen noch viel tiefer sitzenden Haken. Ist er zu hoch, würde er in manchen Branchen eingeführt, zu einem wirtschaftlichen Desaster und Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland führen. Ist er zu niedrig, lohnt sich das Arbeiten nicht mehr, und der Bezug von Sozialleistungen wird attraktiver.
Statt Mindestlohn wäre das Bürgergeld eine wesentlich bessere Lösung. Jeder erhält einen bestimmten Betrag vom Staat: Das Bürgergeld. Und wer genug verdient, bei dem wird es mit den Steuern verrechnet. Dann hat jeder genug zum Leben und es lohnt sich auch die Aufnahme schlecht bezahlter Tätigkeiten, da immer etwas dazu verdient wird.
Dienstag, 6. November 2007
Fahrt nach Landshut

Mittwoch, 7. November 2007

Es ist der 7. November und Halloween holt einen wieder ein. Josef Brückl, seines Zeichens Langenbacher Bürgermeister, beschwert sich, dass sein Haus mit Eiern beworfen wurde. Und darüber beschwert er sich freilich zu Recht. So was ist kein lustiger Streich, sondern schlichtweg eine Gemeinheit. Dann wird allerdings das ganze Halloween als amerikanischer Schmarrn verunglimpft. Ja es ist amerikanisch. Und ist es deshalb schlecht? Eine ganze Menge Kinder, darunter auch meine Tochter hatten einen Riesenspas beim Süßigkeitensammeln. Sollen sie nur auf den Spaß verzichten, weil er nicht bayrisch sondern amerikanisch ist?
Heute bin ich einmal „fremd gegangen.“ Die Friedrich Ebert Stiftung hatte mich als Referent zu einer Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus eingeladen. Und der Kampf gegen Rechtsextremismus ist in der Tat so wichtig, dass sich alle demokratische Parteien daran beteiligen müssen. Das wirklich gute, war dass es sich bei den Teilnehmern größtenteils um „Multiplikatoren“ handelte. Konkret Lehrern von Schulen, die diverse Projekte gegen Rechts starten wollen. Es hat mich außerordentlich gefreut, da einen kleinen Beitrag geleistet zu haben.
So, und am Abend ging es noch zur Ali Khan Show bei Radio Charivari. Das Thema ist Birma. Und glücklicherweise ist jetzt auch das zweite Video fertig. Es war einfach großartig. Von den rund zwei Stunden, haben wir gut 45 Minuten über die Lage in Birma geredet. Dass beste aber, es wird vielleicht noch ein paar weitere Termine geben, unter anderem in einem lokalen Fernsehsender.

Donnerstag, 8. November 2007
Aufstellungsversammlung der FDP. Ich gehe als Bürgermeisterkandidat ins Rennen

Freitag, 9. November 2007
Heute ist der 9. November. Und für mich ist der 9. November der Tag der Deutschen Geschichte. Denn kein Datum spiegelt die deutsche Geschichte mit all ihren Tiefen und Höhen so wieder, wie dieses Datum. Den 9. November als Tag des Mauerfalls und damit als eigentlicher Tag der deutschen Einheit habe ich ja selbst miterlebt. Ich habe damals vor Freude geweint, und ich erinnere mich heute noch gerne an die Geschehnisse. Mit friedlichen Mitteln haben die Menschen der DDR eine Diktatur überwunden. Und es waren auch die Menschen der DDR und nicht irgendwelche westdeutsche Politiker, die damals den Weg zur Einheit geebnet haben. Leider vergessen einige Politiker in Sonntagsreden, das gerne, und stellen lieber ihre eigene Partei groß heraus. Tatsache ist, dass viele Politiker, diese grandiose Umwälzung fast verschlafen hätten. Auch das sollte mal Anlass zum Nachdenken sein. Abends: Party in Glonn

Samstag, 10. November 2007
Pakistan weist kritische Journalisten aus. Vier Chefredakteure großer Berliner Zeitungen protestieren gegen die heimliche Kontrolle von Briefen an ihre Zeitung. Natürlich sind das Welten. Aber als Journalist ist man eben nicht nur darauf angewiesen, dass man frei schreiben kann. (wie das jetzt in Pakistan verhindert wird), sondern dass sich Menschen ohne Angst an die Presse wenden können. Und das wird durch solche Briefkontrollen unterbunden.
Ausserdem zeigt, dass mal wieder ganz deutlich was Präventivmaßnahmen bedeuten. Jeder (der einen Brief an die Zeitung schreibt) steht erstmal unter Generalverdacht. Für Schäuble scheinen wir ein Volk von 80 Millionen potentieller Terroristen und Krimineller zu sein. Schäuble hat kein Vertrauen zum Volk. Sollte da nicht das Volk dann auch kein Vertrauen mehr zu Schäuble haben.
Lob für Merkel
Großes Lob übrigens noch mal an Angela Merkel, dass sie den Dalai Lama empfangen hat. Und Schande über Gerhard Schröder. Der Altkanzler hatte bedauert, dass durch den Empfang, „die Gefühle des chinesischen Volkes verletzt worden seien“. Zu vermuten ist, dass der Genosse der Bosse wohl eher Krokodilstränen über die Verletzung deutscher Wirtschaftsinteressen vergießt. Eigentlich ist die Aussage des Altkanzlers eine Verglimpfung einer sozialistischen Diktatur die nach wie vor das Selbstbestimmungsrecht eines anderen Volkes mit Füßen tritt. Zu wünschen wäre, dass Angela Merkel, dass nächste Mal auch noch chinesische Dissidenten und Menschen, die unter der politischen Verfolgung des chinesischen Staates gelitten haben, einlädt.
Im Übrigen freut es mich, dass Angela Merkel hier eine urliberalen Politikstil fortsetzt. Schon der damalige Außenminister Klaus Kinkel hat seinerzeit den Dalai Lama eingeladen.

Ausserdem geht es ins Theather nach Allershausen zur Prinzenpaarvorstellung in die Mehrzweckhalle und zur Party nach Erding ins Sunrice und nach Taufkircvhen ins Crazytown

Sonntag, 11. November 2007
Kirchenkonzert in Wolfersdorf

Montag, 12. November 2007
Zuerst Martinsfest im Kindergarten und dann schnell zur

Stadtratssitzung Moosburg
Name verzweifelt gesucht (Wie soll die Baywa Unterführung heißen?)
Die Unterführung hat einen Namen, nur weiß ihn derzeit noch keiner. Gemeint ist das Bauwerk, dass dem normalen Moosburger zumeist als Baywaunterführung bekannt ist. Der Stadtrat wollte dem edlen Werk aus Beton und Beton jedoch auch einen offiziellen Namen zu eigen kommen lasssen. Arbeitskreise wurden gebildet und die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. 200 Vorschläge erreichten die Stadtoberhäupter.
Und es gab sogar einen Favouriten. "Holledauer Tor". Das letzte Wort hat in so einem Fall aber natürlich der Stadtrat, und der verfügt bekanntlich über 25 Zungen.
Dem "Holledauer Tor" wurde dann schnell zum Verhängnis, dass es eben kein Tor sondern mehr eine Untergrabung ist. Aber der Vorschlag "Holledauer Untergrabung" konnte sich dann auch nicht durchsetzen. Vielleicht wäre Holledauer Untergrabung, ja auch aus Sicht des Stadtmarketings gar nicht mal so schlecht gewesen. Der name hätte nicht nur die Unterführung sondern gleich die ganze Stadt Noosburg bekanntgemacht.
Und um so mehr der Stadtrat nachdachte, um so schwieriger wurde die Situation. Nicht nur, dass wie messerscharf festgestellt, die Unterführung kein Tor ist, sie ist auch kein Holledauer, oder nur zur Hälfte, nämlich wenn man Stadtauswärtsschaut. Schaut man stadteinwärts, ist es wie ein weiterer Stadtrat feststellte, ja ein Moosburger Tor. So wurden nach und nach auch die Vorschläge "Tor zur Holledau" und "Drei Rosen Unterführung" abgelehnt.
Stadtrat Erwin Köhler versuchte die Notbremse zu ziehen, und die Bahnunterführung einfach "Bahnunterführung" zu nennen. Allerdings - so die vielleicht gar nicht so falsche Befürchtung - wenn man an eine Bahnunterführung "Bahnunterführung", schreibt könnte man schnell zum Gespött der Läute werden. Letztlich scheiterte dann auch noch der Vorschlag, der Unterführung keinen Namen zu geben. Damit war freilich
nicht gemeint, dass der Stadtrat ein Schild "Kein name" an die Unterführung hängen wollte, sondern, dass sie eben keinen Namen bekommen sollte.
Sie beokmmt also einen Namen. Nur welchen?

Schuhe zu vergeben Fußballvereine scheitern mit Antrag
Jede Menge Schuhe zu verteilen gab es auf der letzten Sitzung des Moosburger Stadtrates. Nur anziehen wollte sie sich keiner. Grund war ein Antrag der beiden Fußballvereine SpVgg Moosburg und FC Real Bonau. Diese wollten noch vor dem geng zum Traualtar (Fusion) wissen, ob der Stadtrat es denn auch mit dem Hochzeitsgeschenk wirklich ernst meine. Dieser hatte nämlich zugesagt, dass der aus der Verbindung hervorgegangene Verein über eine große Sportanlage in der Bonau verfügen dürfe. Daher sollte die Stadt gleich einmal 1,69 Millionen Euro in den Haushalt einstellen. Dies hätte jedoch die Auswirkung gehabt, dass andere rojekte im Sportbereich
hätten warten müssen, namentlich das ebenfalls dringend benötigte Eisstadion.
Nun wollte sich niemand im Stadtrat den Schuh anziehen, das er gegen die Pläne der Fußballer ist, ohne sich gleichzeitig den Schuh anziehen zu müssen, dass er den Eishacklern in die Parade fährt. Also fing man an, ein Fass nach dem anderen aufzumachen. So wäre das Problem mit dem Eisstadion kein gar so arges, wenn man nicht vor kurzem einen Investor vergrault hätte. Schließlich hatte der Stadtrat ja kürzlich gegen einen entsprechenden Antrag gestimmt. Den Schuh den Investor vergrault zu haben, wollte sich auch kaum einer anziehen. Lediglich SPD Altbürgermeister Toni Neumaier fand die Größe passend, und stand zur damaligen Ablehnung des Antrages. Der Investor hatte nämlichauch eine Spielhalle bauen wollen. Und damit die Jugendlichen neben dem Eishackeln nicht auf dumme Gedanken kämen, war der Investor beim Altbürgermeister in Ungnade gefallen. So drehte man sich im Kreise, bis man schließlich beim Kreisel ankam, der die Sportstätte Bonau ja ohnehin völlig falsch an die B11 anbinden würde.
Um schließlich zu einer Entscheidung zu kommen, bei der man kurz vor der Wahl niemanden zu sehr auf die Füße steigen würde, entschloss sich der Stadtrat sich noch einmal hinter das Sportstättenkonzept zu stellen, die Pläne des Sportvereins für gut zu befinden, und eine Summe in den Haushalt zu stellen, wieviel dass muss sich aber erst noch zeigen. Die Moosburger Fußballvereine können also planen, aber mit was und wieviel wird erst die Zukunft bringen


Dienstag, 13. November 2007
Bezüglich des Sportstättenkonzeptes hatte ich noch ein Gespräch mit ein paar Mitgliedern der Judoabteilung der SGM. Die Befürchtung ist klar: Wenn erst mal die Fußballplätze für Real Bonau und das Eisstadion verwirklicht sind, dann ist das Geld wohl größtenteils aufgebraucht. Das ärgerliche daran, die SGM hat sich schon vor Jahren um einen Hallenbau bemüht, ist aber stets abgewiesen worden. Vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass die Judoabteilung und Kareteabteilung ebenfalls fast so viele Mitglieder wie die Fußballer haben, und zudem auch sieht speziell wie viele Kinder den Judosport betreiben, ist das Ansinnen der SGMler nur gerecht. Man muss jetzt vor allem hoffen, dass für das Eisstadion ein Sponsor gefunden wird. Dann könnte das Geld doch noch für alle reichen. Besonders ärgerlich ist aber, wenn man wieder die Versäumnisse sieht, die in Moosburg gemacht wurden. So hat beispielsweise die VHS eine Halle, für ihre Aktivitäten. Speziell für Judo ist sie aber nicht nutzbar. Mit einem koordinierteren Vorgehen hätte viel Geld gespart werden können.

Mittwoch, 14. November 2007
Fahrt nach Wolgast in Mecklenburg Vorpommern zu einem Referat über Rechtsextremismus

Donnerstag, 15. November 2007

Heute abend hat es im Karl Ritter von Frisch Gymnasium die Premiere des Films „Drink, Drunk, Drowned“ gegeben. Thema Alkohol. Meine Tochter ist zwar gerade mal vier Jahre alt. Aber irgendwie gerät man, dann doch ins Nachdenken: Wie ist das in zehn Jahren? Was soll ich ihr später erzählen: „Trink keinen Alkohol.“ oder „Trinke nur in vernünftigen Mengen“
Habe ich nicht als Jugendlicher selbst den ein oder anderen Fetzen Rausch mal heimgetragen? Ich frage mich immer, wie viele der Leute, die heute das Koma-Saufen der Jugendlichen verurteilen, selbst einmal vor lauter Rausch einmal hinter dem Festzelt in einem Bach gefallen sind.
Ich denke, das wichtigste im Umgang mit dem Alkohol ist, das man den Alkohol nicht braucht. Wer trinkt, weil er anders nicht in Stimmung kommt, weil er anders keinen Spaß auf Partys hat, der hat schon verloren. Nur, wie sag's ich meinem Kind? Letztlich muss man wohl schon viel früher anfangen, den Kindern so viel an Spaß am Leben, aber auch an Werten und Vorstellungen mitgeben, dass der Alkohol oder andere Drogen keine so große Rolle spielen können.

Freitag, 16. November 2007
Judo mit der Tochter am Nachmittag, dann Feier der Alten Herrn des TSV Neustadt, dazu noch Musikantenstadel und außerdem Party im Cossis und im Nachtcafe.

Samstag, 17. November 2007
Onkel + Tante besuchen in München, dam Abend Theather in Schlipps und dann Party in Gundihausen

Sonntag, 18. November 2007
Besuch bei Hilde Waschkowski in Neufahrn

Montag, 19. November 2007
Interview zum Thema Sicherheit und Datenvorratsspeicherung. Ich demonstriere gerade mal, wie schnell ein wenig surfen dazu führt, dass man auf die falsche Seite gerät, sich verdächtig macht und sich die Karriere verbaur.

Dienstag, 20. November 2007

Heute war ich auf zwei Veranstaltungen und beides Mal ging es (auch) um den Bau der Startbahn.
Vorneweg: Ich habe großen Respekt und Verständnis für Leute, die wirklich selbst betroffen sind.
Was mich aber wieder einmal ganz klar aufregt, sind Scheinargumente auf Kosten anderer Menschen.
So ein Scheinargument ist beispielsweise: Durch die Startbahn würden nur Billigjobs geschaffen. Dass das schon mal sachlich nicht richtig ist, mag mal dahin gestellt sein. Aber was heißt hier: Es werden „nur“ Billigjobs geschaffen.
Wer so einen Schmarrn verzapft (meist sind es studierte, Beamten etc.) der möge doch mal zum Flughafen hinausfahren, und so einen bedauerlichen Inhaber eines Billigjopbs, doch mal fragen, ob er lieber arbeitslos wäre?
Sehr viele Leute sind nämlich froh, genau so einen Job ergattert zu haben. Das ist ja auch das schöne am „Münchner Speckgürtel“ hier haben Menschen eine Chance Arbeit zu finden, die sonst im Rest der schönen Republik einfach nur auf der Straße stehen würden.
Es ist schlicht eine Unverschämtheit, dass die Arbeit dieser Leute so gering geschätzt wird. Es mag sein, dass sie wenig Lohn bekommen. Aber dennoch leisten sie auch einen wertvollen Beitrag zur Wirtschaft.
Trotzdem noch einmal zu ein paar sachlichen Unrichtigkeiten: Beliebt ist das Argument, dass Umsteiger die ja nicht in der Region bleiben, der Region auch nichts bringen. Es ist halt nun so. Dass der einzelne Passagier durchaus von Flugzeug A zu Flugzeug B laufen kann. Allerdings muss dass Gepäck auch diesen Weg zurücklegen. Und natürlich müssen Flugzeug A und Flugzeug B auch gereinigt, betankt etc. werden. In Flugzeug B gibt es auch was zu essen, das wird auch am Flughafen zubereitet. Das alles manchen Menschen. Die verdienen dafür Geld, und das geben sie in der Region aus.
Die meisten Flughafen Gegner sind ja der Meinung, dass die bisherigen zwei Bahnen ausreichen, um das weitere Wachstum des Flugverkehrs aufzunehmen. Also dann versteh ich aber nicht wieso recht, warum sie gegen das Projekt sind. Die Zahl der Flugbewegungen bliebe dann ja so oder so schlichtweg die gleiche.
Im allgemeinen gilt ja die Hoffnung: Dass wenn der Rohölpreis steigt, das Fliegen unattraktiver wird. Das ist aber ein Irrtum, wie ein bisschen Nachrechnen leicht zeigt. Die modernsten Flugzeug verbrauchen pro 100 Personenkilometer knapp 3 Kilo Kerosin. Realistischer ist freilich bei einem Flug München Berlin mit vier Litern zu rechnen. So: Wer hat ein Auto das vier Liter auf 100 Kilometer schluckt? Klar wenn man zu dritt im Auto sitzt, ist das Auto wieder günstiger. Aber in wie vielen Autos sitzen schon drei oder mehr Personen?
Bei normalen Linienflieger machen die Kerosinpreise nicht einmal 10 Prozent des Flugpreises aus.
Beispiel München-Berlin. Streche ca 600 Kilometer. Bei einem Verbrauch von 4 Litern pro 100 Kilometern und einem Kerosinpreis von 50 Cent betragen die reinen Kerosinkosten genau 12 Euro.
Das heißt verdoppelt sich der Kerosin preis wird das Flugticket nur um 10 Prozent teurer. Die Autofahrt hingegen wird (rein von den Benzinkosten) aber doppelt so teuer.
Wenn man die steuerlichen Gegebenheiten mitberücksichtigt wird es noch kurioser. Der Benzinpreis besteht zu ¾ aus Steuern. Im Klartext: Steigt der Rohölpreis um einen Cent, wird Kerosin auch um einen Cent teurer. Der Liter Benzin an der Tankstelle kostet aber 4 Cent mehr.

Mittwoch, 21. November 2007
Kinderbibelwoche

Donnerstag, 22. November 2007
Interview zur Birma Reise bei TV München, danach Umfrage in Moosburg und Abends Lesung im Alten Gefängnis

Freitag, 23. November 2007
Bericht über Trachtenverein. Dann zur Jahreshauptversammlung der Wasserwacht nach Kranzberg. Selbige entfällt. Es folgen Partys in Neuching und Erding.

Samstag, 24. November 2007
Bericht über die Hobbykünstlerausstellung im Zehentstadel und am Abend Party in Hallbergmoos

Sonntag, 25. November 2007
Totengedenken bei den Vertriebenen. Bericht über Fußballturniere und ein Kirchenkonzert zum Totensonntag.

Montag, 26. November 2007

Stadtratssitzung
Bürger keine Befehlsempfänger
Der Stadtrat fordert, und der Bürger antwortet mit einem „Jawohl“. So war das vielleicht einmal vor langer, langer Zeit. Und manche hätten es gerne wenn es heute noch so wäre. Es gibt aber immer wieder Bürger die das nicht mit sich machen lassen. Ursprünglich hätte Stadtrat Dr. Michael Stanglmaier (Grüne) gerne eine Resolution durchgebracht, in der die Bürger der Stadt Moosburg aufgefordert werden, Einwendungen gegen die 3. Startbahn zu machen. Einem der Bürger, die da aufgefordert werden sollten, gefiel das aber gar nicht. Schließlich ist es noch Jedermanns Recht selbst zu entscheiden, was man tun will, ob man für oder gegen die 3. Startbahn ist. So moralisch unter Druck gesetzt zu werden, gefiel ihm gar nicht. Dr. Michael Stanglmeier gefiel gar nicht, dass die betreffende E-Mail im Stadtrat auch noch verlesen wurde. An der Sachlage, dass der Moosburger Stadtrat mit Mehrheit gegen den Ausbau des Flughafens ist änderte das freilich nichts. Aber der Stadtrat empfiehlt jetzt lediglich noch, er fordert nicht mehr auf.
Stalag Museum
Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Museum, dass die vielfältige Geschichte der Neustadt aufzeigt ist getan. 70000 Euro Haushaltsmittel sollen, so hatte es Ex-Bürgermeister Toni Neumaier beantragt, eingestellt werden. 50000 wurden bewilligt. In einem Neubau, angrenzend an das Haus der Heimat soll dokumentiert werden:

a) die Geschichte des Kriegsgefangenen-Lagers StaLag VIIa von 1939 bis 1945
b) die Geschichte des Internierungs-Lagers für NSDAP-Mitglieder von Juni 1945 bis November 1947
c)der Weg der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge, die ab 1945 in Moosburg eine neue Heimat gefunden haben.
d) die Entwicklung der Neustadt als sehr bedeutender Moosburger Stadtteil von 1945 bis zum heutigen Tag

Gerade die Zusammenfassung all dieser Aspekte, dürfte ein wirklich interessantes Museum entstehen lassen. Bauchschmerzen hatte lediglich Stadtrat Dr. Michael Stanglmaier (Grüne), der Bedenken hatte, dass ohne professionelles Konzept irgendetwas hochgejubelt werden könnte.

In gewisser Hinsicht war der Antrag auch eine kleine Retourkutsche. In der letzten Stadtratssitzung hatte sich der Ex-Bürgermeister noch dagegen ausgesprochen, dass jetzt schon Haushaltsmittel vergeben werden. Dies sollte erst im Zuge der Haushaltsberatung geschehen. Da dennoch für die Fußballvereine schon damals Geld zugesagt wurde, hatte der SPD-Politiker schon angekündigt, demnächst ebenfalls Anträge einzubringen, in denen es um die Verteilung von Haushaltsmittel geht. So war der Antrag geradezu ein doppelter Erfolg.

Dienstag, 27. November 2007

Boarisches Kombudda Brettl
Langsam wird’s ja allmählich Zeit, sich um die Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Mein Problem dabei ist, ich möchte nur Dinge verschenken, die natürlich dem Beschenkten gefallen müssen,zum anderen aber sollen sie auch mir gefallen. Ich kann einfach nichts verschenken, was mir selber nicht gefällt.
Und mit vielen typisch bayrischen Devotionalien habe ich da so meine Schwierigkeiten. Vieles ist mir einfach zu kitschig. Beim Internetshop www.bayern-laden.de bin ich jetzt allerdings auf eine wirklich lustige Sache gestossen: Das boarische Kombuda-Brettl, in weiß-blau gehalten und mit boarischen Bezeichnungen versehen. Echt witzig!

Mittwoch, 28. November 2007
Subtone spielt im Hirschwirt

Donnerstag, 29. November 2007

Gerichtsverhandlung: Bürgermeister von Wang verurteilt
11700 Euro Strafe muß Bürgermeister Martin Besenrieder wegen Untreue zahlen. So entschied es das Amtsgericht Freising. Zum Vorwurf wurde dem Gemeindechef gemacht, er habe den Neubau des Kindergartens quasi aus dem Dispo heraus bezahlt. Durch die höheren Zinsen ist der Gemeinde dann ein Schaden in fünfstelliger Summe entstanden.
Der Prozess warf in der Tat ein bizarres Licht, jedoch nicht nur auf das Verhalten des Bürgermeisters, sondern ebenso des Gemeinderates, der Kommunalaufsicht und des Stadtrates.
Eigentlich hätte angesichts der kommunale Finanzen nicht einmal mit dem Bau begonnen werden dürfen. Das Jugendamt machte der Gemeinde aber einen derartig enormen Druck. Die bis dato bestehende Notlösung, die aus Containern bestand, wäre nicht weiter genehmigt worden. Die Kinder hätten auf andere Gemeinden verteilt werden müssen. Das wollte natürlich keiner. Eltern kamen in Massen zu den Gemeinderatssitzungen.
Also wurde mit dem Bau begonnen. Finanziert werden sollte, dass alles mit Grundstücksverkäufen in der Spörerau. Doch bekanntlicherweise lief das eher schleppend. Aufgrund des Flughafens war allerdings "Goldgräberstimmung"
Wenn wir heute nicht verkaufen, dann verkaufen wir eben morgen, oder übemorgen. Daraus wurden dann zwei Jahre. Doch nicht nur der Gemeinderat war von dem Goldfiber infiziert. Auch die Moosburger Sparkasse war angesteckt. Der Kassenkredit der Gemeinde wurde da schnell von 250000 auf über zwei Millionen Euro hochgefahren. Nähere Sicherheiten waren nicht notwendig, schließlich war ja eh klar, dass eine Gemeinde nicht pleite gehen kann.
Ausserdem stand es ja in der Zeitung, dass da ein ganz tolles Gewerbegebiet entsteht.
Die Gemeinderäte Markus Stöber, Johann Pichlmeier und Bernhard Kohn gaben an, von der Finanzmisere unzureichend informiert worden zu sein. Lediglich Alfred Josef Herzog widersprach dem. Auch wenn keine konkreten Zahlen genannt wurde. Jeder wusste, dass wir eine Rechnung nach der anderen bezahlen mussten, aber es keine Einnahmen gab. Auch viele Zuschauer sahen das ähnlich. Die miese Finanzlage war allgemein bekannt.
Der Exgemeinderat Alfred Josef Herzog beschrieb die Lage am wohl zutreffensten: "Wir mussten da durch" Das dazu gehörige "Augen zu", durfte jeder im Geist hinzufügen.
Das sich Martin Besenrieder nicht korrrekt verhalten hat, wurde ja richterlich festgestellt. Dennoch bleibt irgendwie auch die Vermutung, dass er nicht nur schwarzes Schaf sondern auch ein wenig Sündenbock war. Und eine ganze Hammelherde läuft noch völlig ungeschoren durch Wang.

Freitag, 30. November 2007

Putin hat die Ausfuhr von Photographien, der Künstlergruppe Blue Noses verboten. Man weiß eigentlich nicht was ärmlicher ist. Die Werke der Blue Noses unterscheiden sich kaum von dem was man sonst so an "lustigen Fotomontagen" im Netz sieht. Die Freiheit der Kunst, auch wenn man sie vielleicht gar nicht sofort als Kunst erkennt, oder sie gar keine richtige Kunst ist, sollte aber dennoch unantastbar sein. Ausserdem ist es natürlich nicht sonderlich zweckdienlich ABzüge von Digitalfotos zu beschlagnahmen, wenn die Urheber noch die Daten haben.
Am ABend Ehrungen bei der SGM und der TSV Neustadt wird mit der silbernen Raute des bayrischen Fußballverbandes ausgezeichnet.

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